Oktoberfest-Report

Anmerkung: Die Fotos sind leider (fast) alle nichts geworden, ich hatte nur 2 Einwegkameras mitgenommen, da ich aus den Fehlern der letzten sieben Oktoberfestfahrten gelernt hatte.

Das ist hier erst Teil 1, da ich erst eine Kamera zum entwickeln gegeben habe, aber das ist eine andere Geschichte...

Die Hinfahrt verlief bis nach München problemlos, nach ca. 300 km habe ich in der Dunkelheit bei 120 km/h einen über die Autobahn laufenden Hasen voll erwischt, das dezente Knackgeräusch sorgte für allgemeine Erheiterung.

Nach gut 600km musste ich dann nach Anweisung meines Beifahrers von der Autobahn abfahren, da "das der kürzeste Weg zum Hotel ist".
"Der kürzeste Weg" - das heisst für meinen Beifahrer, man fährt im äußersten Westen Münchens ab, dann durch die komplette Innenstadt, um im Osten Münchens zum Hotel zu gelangen.
Nach etwa einer Stunde wuchsen bei mir langsam Zweifel, ob dies wirklich der kürzeste Weg ist, so dass ich kurz anhielt, um
a) ein Foto zu machen, damit ich es meinem Beifahrer noch ewig vorhalten kann und
b) jemanden zu fragen, wo wir sind (O-Ton Beifahrer: "Wenn das das Freilichtmuseum ist, sind wir richtig"):





Naja, auf jeden Fall sind wir dann irgendwann im Hotel doch noch angekommen und sofort ab auf die Wiesn. War natürlich schon alles voll, an einem Platz im Zelt war gar nicht mehr zu denken:




Also schnell noch ein Hendl gegessen und dann ab mit den Taxi zum Hofbräuhaus. Da ich noch nichts getrunken hatte, konnte ich über die Sparwitze der Taxifahrerin "Haha, ich bin aus Wanne-Eickel, wo der Mond immer scheint" nur bedingt lachen.




Nach einigen Bieren ging es mir dann schon besser, so dass ich ersteinmal zwei ältere Herren, die sich zu uns gesellt hatte, zutexten musste.
Es stellte sich heraus, dass es sich hier um Engländer handelt, die auf den Kanarischen Inseln sich zur Ruhe gesetzt haben.
Ich hatte sie zuerst für Schotten gehalten, da einer von ihnen Ein Celtic-Glasgow-T-Shirt trug.
Nach etwa zwei Stunden gingen sie aber dann wieder, es mag vielleicht daran gelegen haben, dass ich sie in der Zeit etwa 80-mal gefragt habe, wie es kommt, dass man als Engländer freiwillig ein Fan-Shirt eines Schottischens Fussballvereins trägt oder aber auch daran, dass ich "retailed" nicht mehr von "retired" unterscheiden konnte.
Jedenfalls sind sie dann irgendwann gegangen und die eifrige Bedienung, die sich mittlerweile offenbar gut damit angefreundet hatte, dass ich in meinem Zustand ihr statt 6,80 € gleich immer einen Zehner für eine Maß in die Hand drückte, meinte wohl in einem Anflug von Freundlichkeit, Fotos von uns machen zu müssen. Ich hätte ihr sagen sollen, dass man bei schummrigen Lichtverhältnissen den Blitz einschalten sollte, damit man die Fotos später auf einer Website veröffentlichen kann. Hab ich aber nicht gesagt, oder sie hat die Linse zugehalten, oder was auch immer, ich weiss es nicht mehr. Jedenfalls sind die Fotos leider nichts geworden, bzw. sie wurden erst gar nicht abgezogen. Auf Cheffes Empfehlung habe ich mir aber erstmal ein Paar Weißwürste bestellt:

Irgendwann bin ich dann mit meinem ehemaligen Beifahrer zurück zum Hotel gefahren. Diesmal allerdings mit dem Taxi. Das ging zwar wesentlich schneller, kostete dafür aber in etwa soviel, wie die komplette 650km Hinfahrt nach München.
Jetzt erstmal schlafen...

Um 6:50 Uhr in der Früh dann die ersten Versuche meines Zimmergenossen, mich zu wecken.
Gegen 7:00 Uhr dann der Hinweis, ich möge doch mal auf die Preisliste im Kleiderschrank schauen, irgendwas könnte nicht stimmen, da stünde, dass das Zimmer 180€ die Nacht kosten würde.


Man kann es auf dem Foto leider nicht erkennen, aber jedenfalls stand es da so und ich war auf einmal gar nicht mehr müde.
Es stellte sich aber hinter heraus, dass meine 1-Tag-vorher-Buchen-und-nur-85€/Nacht-bezahlen-Strategie dennoch aufging.
Schnell geduscht und ab auf die Wiesn, denn O-Ton: "Wir müssen spätestens um 8:00 Uhr da sein, sonst kriegen wir keinen Platz mehr im Zelt".
Gegen 8:00 Uhr waren wir tatsächlich dann schon auf der Wiesn, aber irgendwie kam es mir nicht so vor, als wenn wir Schlange stehen müssten:


Dann doch noch der Schock:

 



+/-
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:
 
Titel:
 
Bitte geben Sie den Anti-Spam-Code aus diesem Bild ein.

!joomlacomment 4.0 Copyright (C) 2009 Compojoom.com . All rights reserved."