Da dies kein aggressiv-zersetzerisches, sondern ein ausgewogenes, gerechtes, objektives und von reiner Logik geleitetes Essay werden soll, möchte ich stets mit verschiedenen Punkten beginnen, in denen ich den Veganern zumindest teilweise zustimme, wenn dies möglich ist.
Da wäre sie also, die grundsätzlichste Annahme veganen Verständnisses: Menschen und Tiere befinden sich auf einer Stufe. Dem ist zunächst insofern zuzustimmen, alsdass der Mensch ja selbst ein Tier ist. Was sollte er auch sonst sein? Eine Pflanze? Ein Pilz? So gesehen ist die mit diesem Grund-Dogma einhergehende Bezeichnung "nichtmenschliches Tier" zwar sinnvoll, wird aber in der Praxis nicht vernünftig, d.h. folgerichtig angewandt, doch dazu später mehr.
Eine weitere Wahrheit verbirgt sich hinter dieser Aussage und besonders hinter den damit verbundenen in Details gehenden Erklärungen:
Der noch vor einigen Jahrzehnten fast selbstverständliche Glaube an das menschliche kombinierte Intelligenz-, Lern-, Lehr-, Kreativitäts-, und Bewusstseinsmonopol bröckelt unter dem profunden Druck wissenschaftlicher Erkenntnisse: Delfinmütter lehren ihre Jungen, wie man Schwämme benutzt, um den Meeresboden nach versteckten Fischen abzusuchen, ohne sich dabei zu verletzen, Menschenaffen, Delfine und verschiedene Rabenvögel erkennen sich im Spiegel usw. Das Niveau dieser Fähigkeiten liegt jedoch teilweise sehr weit unter dem menschlichen, was zu der Annahme führt, mit einer simplen Anwendung des harten, aber sehr natürlichen Gesetzes des Stärkeren oder - besser gesagt - des Überlegeneren ließe sich das Problem zugunsten der Fleischesser aus der Welt schaffen - doch dabei vergisst man den eigentlichen, bisher unerwähnt gebliebenen Kern von "Menschen und Tiere stehen auf einer Stufe": Die berühmte vegane Ethik.